Historie

Aus der Vereinsgeschichte

Bereits im Jahre 1879 wurde der erste Eltviller Carnevalverein gegründet. Dies geht aus einer Bekanntmachung vom 2. Februar 1879 im „Rheingauer Bürgerfreund“ hervor. Dort heißt es: „Gestern abend konstituierte sich dahier eine Carnevalsgesellschaft, unter dem Namen »Eltviller Carnevalverein«.“ Aus weiteren Berichten wissen wir von einer großen Beliebtheit, die sich durch ständig ansteigende Mitgliederzahl ausdrückte. Die damals abgehaltenen Sitzungen fanden regen Zuspruch, obwohl der Eintrittspreis für „Stern und Kapp“ schon 3 Mark betrug. Durch die Wirren der beiden Weltkriege ruhte zeitweise das Vereinsleben. Doch schon gleich nach 1945 bildeten sich drei karnevalistische Interessengruppen, die sich im Jahre 1948 zur Gründung eines gemeinsamen Vereins entschlossen. So wurde am 1. Februar 1948 im Weinhaus „Eintracht“ (zwischenzeitlich „Petersilie”, heute “Alta Villa”) der „Eltviller Carnevalverein” erneut aus der Taufe gehoben. Die Gründer waren: Philipp Schott, Franz Stein, Jean Wolf, Willy Scharhag, Jupp Haas, Paul Kahl Weiß, Josef Haas, Josef Wohlfart, Willi Hambückers und Karl Kiefer. Aus ihren Reihen wählten sie den Vorstand.

Den ersten Vorsitz übernahm Philipp Schott, der schon im ersten Carnevalverein ein sehr bekannter und geistreicher Büttenredner war und die nötige Erfahrung besaß. Zum Sitzungspräsidenten wählte man Willi Hambückers, der als Rheinländer in diesem Metier der Erfahrenste war. Er schenkte dem ECV den schwungvollen Eröffnungsmarsch „Fort mit dem Alltagsgrau”.

Bei der närrischen Generalversammlung am 11.11.48 im Vereinslokal »Eintracht« wurde der erste Elferrat vorgestellt. Nun war es möglich, mit den Vorbereitungen zur ersten großen Sitzung zu beginnen.

Bei der Gestaltung des Bühnenbildes war der Künstler Prof. Zimmermann von maßgebender Bedeutung, dessen Harlekin heute noch unser Wahrzeichen ist.

So konnte die erste Sitzung des Eltviller Carneval Vereins bei ausverkauftem Haus am 29.1.1949 in der Stadthalle steigen. Die Sitzung war ein großer Erfolg. Gleichwohl hielt man nach aktiven Mitarbeitern, die Humor und Mutterwitz besaßen, Ausschau. So konnte man die im Rheingau sehr bekannten Spaßmacher und Humoristen Willi Flöck, Naz Grundel und Frau Anne Bott gewinnen.

In den folgenden Jahren konnten Umfang und Niveau der Sitzungen durch Neuzugänge von Büttenrednern und tatkräftigen Mitarbeitern stetig gesteigert werden. Im Jahre 1951 überreichte der bisherige Sitzungspräsident Willi Hambückers das Zep­ter an seinen Nachfolger Heinz Flöck, der durch sein Wirken in den folgenden 41 Jahren Amtszeit unvergesslich geblieben ist.

Beginnend mit der Kampagne 1993 übernahm Prof. Dr. Leo Groß die Leitung der ECV-Sitzungen und prägte diese für insgesamt 12 Jahre. Zeitgleich mit dem Umzug aus der Rheingauhalle in die Turnhalle der Freiherr-vom-Stein-Schule erfolgte im Jahr 2005 die Überg­abe von Amts­kette und Zep­ter an den aktu­el­len Sit­zungs­prä­si­den­ten Mat­thias Bleul.