Der ECV entdeckt das politische Berlin

Wie es dazu kam wollt ihr sicher alle wissen…hier bekommt ihr eine detaillierte Erzählung dieses tollen Erlebnisses

2007-03-04_ecv-berlin_035Noch bei den Proben zu unseren diesjährigen Sitzungen kam der Aufruf: Wir sind eingeladen vom Herrn Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung um nach Berlin zu fahren.

Warum wir? Kurze Erläuterung dazu: Herr Dr. Franz Josef Jung, der auch Mitglied in unserem Verein ist, wurde vom Stockacher Narrengericht (Badischen) verurteilt und lud einige ihrer Mitglieder zu dieser Fahrt und zum Besuch nach Eltville ein und weil sie noch einen Karnevalverein mitnehmen wollten kam man auf uns…den ECV!!!! Denn unser Präsident war schon oft ehrenamtlich für die CDU tätig so z.B. als Nikolaus bei der CDU Veranstaltung. Daraufhin dachte sich Frau Kreckel (Mitarbeiterin von Herrn Jung) das wäre doch eine schöne Sache für unseren Verein.

Große Aufruhr machte sich dann breit, denn natürlich wollten fast alle mitfahren aber es waren nur 36 Plätze frei. Nach einiger Zeit beruhigte sich alles…einige bekamen kein Urlaub, andere waren selbst unterwegs und zum Schluss sprangen sogar noch welche aus beruflichen Gründen ab also reichten die Plätze aus und es konnte losgehen.

Am Sonntag, den 4. März 2007 um halb 7 war es dann soweit, die Meute traf sich auf dem Parklatz am ehemaligen REW Gelände…gut gelaunt wie immer zu dieser Zeit…ausgeschlafen.. na klar und zu jeder Schandtat bereit. Die Koffer voll gepackt mit guter Laune und so einigen Durstlöschern und sonstigen Utensilien…was man halt so brauch wenn man auf große Reise geht…MP 3 Player mit schöner Musik oder Geschichten zum zuhören…Vielerlei Obst darunter auch Bananen…aber das ist eine andere Geschichte, die wird ein anderes Mal erzählt. ….
Die Busfahrt gestaltete sich von Anfang an lustig und mit einigen Überraschungen wie sich das wohl so gehört wenn so ein Verein auf große Fahrt geht.

Es gab eine nette Reiseleitung im Bus, die immer und überall einen flotten Spruch auf den Lippen hatte…wer das war wollt ihr wissen…natürlich unser Präsident Matthias Bleul! Dazu gesellte sich später eine Bordstewardess namens ‚Romana‘ die uns mit diversen Speisen und Getränken und sonstigem zu versorgen wusste.

Alles in allem kann man sagen…die Bauch und Lachmuskeln waren auf der Fahrt nach Berlin in ständiger Bewegungen und wurden hart trainiert.
Gegen 15.30 Uhr trafen alle wohl behalten und mit super Stimmung in Berlin und am Hotel ein…unser 1. Vorsitzende Jochen Hulbert, sein Töchterlein Steffi nebst Gatte Dirk waren ja schon vor Ort.
Dann begann die Zimmer Verteilung…zuerst dachte jeder o weh sind wir alle weit auseinander aber nach dem Einzug in die schönen Räumlichkeiten mit perfekt ausgestattetem Badezimmer, begann das nächste Highlight.

Die meisten Zimmer befanden sich Richtung Innenhof und die Zimmer rund herum alle Fenster mit Blick auf den Hinterhof und schaute man aus dem Fenster dann sah man ja fast alle wieder..links unten wohnten der Präsi und seine Frau Katja…rechts oben die Schiller Elsbeth…darunter der Markus und das Hoppchen…usw….es gab ein schallendes Gelächter sobald alle die Fenster aufmachten und natürlich durfte am Morgen der Weckruf von Roman nicht fehlen.

Am ersten Abend fand ein Abendessen im Hotel statt…dort begrüßte uns auch die Mitarbeiterin von Herrn Dr. Jung in Berlin Frau Trautmann und unser Berlin Reiseführer.
Wir bekamen erste Instruktionen für unseren Besuch am nächsten Tag im Bundesverteidigungsministerium…Pass mitnehmen…keine spitzen Gegenstände usw. also fast so wie auf dem Flughafen bei der Abfertigungsprozedur.
Nach dem Essen machten sich fast alle noch auf einen kleinen Spaziergang zu den Hackschen Höfen auf um einen kleinen Einblick vom Berliner Nachtleben zu erhalten.
Den Abschluss gestalteten noch ein paar in der nahe gelegenen Eckkneipe STÄV zu Deutsch: Ständige Vertretung…die dann ab diesem Abend zu Stammkneipe der Berlinzeit wurde.

Am nächsten morgen in der Früh…viel zu früh…ging es dann nach dem Frühstück gleich los zum Bundesverteidigungsministerium.
Auf dem Weg dorthin sahen wir bzw. wurden wir von unserem Berlin Reiseführer ständig und eigentlich immer …was ja auch sehr interessant war…auf alle möglichen interessanten Bauten, Straßen aufmerksam gemacht.
Vorbei an allen möglichen Botschaften trafen wir dann im Verteidigungsministerium ein. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen durften wir endlich eintreten und erhielten dann einen wirklich interessanten Vortrag über die Arbeit der Bundeswehr besonders in Afghanistan.
Leider musste man feststellen dass einige Stockacher aber auch einige Eltviller Karnevallisten doch noch mit Schlafmangel zu kämpfen hatten…das ein oder andere Mal zuckte ein Körper von Müdigkeit übermannt oder ein Kopf wippte in die eine oder andere Richtung.

Danach ging es Richtung Potsdamer Platz…nach dem Aussteigen empfing uns ein schönes Windchen und trug uns über den Potsdamer Platz mit seinem tollen Sony Center zum Bundesrat. Auch dort erfuhren wir wieder einiges politisches…was auch sonst.

Nach dem Mittagessen…war ja alles im Preis enthalten….gab es eine große Stadtrundfahrt…3 Stunden im Bus…wir schauten nach rechts …nach links..schräg vorne..in den Hintergrund oder sonst wo….immer gab es was von unserem Reiseleiter….. dem der Schnabel wirklich nicht still zu stehen schien… etwas zu sehen und zu bestaunen.
Es war wirklich super interessant…dann tat uns allen der Allerwerteste weh und es wurde Zeit dass es wieder was zu essen gab.

Der Abend klang dann aus…zu später Stund für so manchen beim STÄV oder wo auch immer es den ein oder andern hin verschlug…natürlich auch manchen in sein Bett.

Der nächste Tag begann natürlich wieder in der Früh..wir waren ja jetzt dran gewöhnt.
Es ging zum Reichtagsgebäude und zur Besichtigung der Glaskuppel…
Wir erfuhren alles über die Arbeit und den Ablauf im Bundestag.
Dann stand das Foto mit Herrn Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung an aber wie das so ist mir so wichtigen Persönlichkeiten klappt das oft nicht mit den festgelegten Terminen und Uhrzeiten…etwas Warten war angesagt…zwischendurch unterhielt uns noch ein Mitglied des Bundestages aus dem Badischen, ebenfalls ein Herr Jung der sehr sympathisch auf uns alle wirkte.

Dann endlich der Fototermin…der Fotograf war so ein intelligentes Bürschen der hielt doch tatsächlich zu anfangs einen der Stockacher für Herrn Jung und begann schon mit dem fotografieren…als er dann aufgeklärt wurde…dauerte es noch ein bisschen bis der ECHTE Herr Jung kam..der uns alle mit Handschlag begrüßte…dann war das Foto im Kasten…Jochen überreichte Herrn Jung noch unseren diesjährigen Orden und ein kleines Bild…gemalt von Siggi Schön…als kleines Dankeschön für diese Einladung.

Weil jetzt ein kleiner Zeitdruck entstanden war…durften wir noch schnell durch die Glaskuppel laufen…aber schnell bitte sehr…beinahe wäre der Bus weg gewesen…

Denn jetzt ging es jetzt weiter zum Dokumentationszentrum Berliner Mauer, Bernauer Straße. Dort hatten wir eine Führung, die sehr interessant war uns aber sehr betroffen und nachdenklich machte.

Zum Mittagessen…wurde ja dann auch Zeit… begrüßte uns dann noch Herr Willsch mit einigen netten Worten, er hatte erfahren das wir in Berlin waren.
Das Wetter wurde immer schöner und wir waren jetzt doch mittlerweile alle ziemlich müde…so ein Mittagsschläfchen hätte jetzt wirklich gut getan…aber nein jetzt ging es ins EU Gebäude in der Nähe des Brandenburger Tores…dort erwartete uns ein netter Herr und erzählte uns etwas über die EU und alles was dazu gehört.
Dieser nette junge Mann merkte aber schnell dass irgendetwas nicht stimmte…ständig wippten einige Köpfe vor und zurück…einige hatten ihre Sonnenbrillen auf und ihr Kopf neigte sich dem Boden zu andere aber versteckten sich hinter ihrem Partner…der Grund dafür war: so ein kleines Nickerchen tut doch einfach gut.

Als wir dann endlich alle wieder an der frischen Luft waren…puh tat das gut…konnten wir noch kurz durch das Brandenburger Tor laufen und schon ging es weiter zu der Ausstellung ‚Wege, Irrwege, Umwege – Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland‘ im Deutschen Dom am Gendarmenmarkt.
Dieser Besuch war von kurzer Dauer sodass wir uns noch auf eine kleine Stippvisite in die Stadt machen konnten und unseren lieben Daheimgebliebenen etwas schönes aus Berlin mitbringen konnten.

Beim abschließenden Abendessen bedankte sich unser Präsident Matthias Bleul mit einem kleinen Weinpräsent und Blumen bei Frau Trautmann und unserem Berlin Reiseführer.
Den letzten Abend ließ dann jeder wieder auf seine Art und Weise ausklingen…ich sage nur STÄV…oder so!!!

Am nächsten Tag hieß es dann schon um 6 Uhr Abfahrt, denn die Stockacher mussten noch zum Frankfurter Bahnhof und dort ihre Heimreise fortzuführen.
Wer denkt dass die Rückfahrt im Bus in aller Stille statt fand der irrt sich gewaltig. Um den Kreislauf in Schwung zu halten wurden schon zu früher Stunde die Sektkorken knallen lassen und Ruhe kehrte wahrscheinlich erst wieder im heimischen Reich ein.

Mit wunderschönem sonnigen Wetter kamen wir alle wieder wohl behalten in Eltville an und alle waren sich einig…diese Fahrt war ein super tolles Erlebnis für alle und ganz besonders für die Vereinszusammengehörigkeit.

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